1921 – ERFOLGREICHER START

Am 21. April 1921 gründen 131 Starnbergerinnen und Starnberger im Gasthof Pellet Mayer die „Allgemeine Baugenossenschaft Starnberg eGmbH“. Die Satzung schreibt in § 2 „die Errichtung und den Erwerb sowie die Betreuung von Kleinwohnungen im eigenen Namen“ als Gegenstand des Unternehmens vor, „um den Mitgliedern gesunde und zweckmäßige Wohnungen zu angemessenen Preisen zu verschaffen“.

Die Hintergründe, die zur Entstehung der Genossenschaft führen, werden ausführlich durch einen in jenen Tagen im „Land- und Seebote“ erschienenen Zeitungsartikel erläutert. Sie sind zu suchen in der nach den Kriegen, so auch dem Ersten Weltkrieg, üblichen „Zwangswirtschaft im Wohnungswesen“. Dies bedeutet, daß eine gewisse Anzahl der Räume aller Haus- und Villenbesitzer kurzerhand behördlich beschlagnahmt wird, um Wohnungssuchenden ein Dach über dem Kopf zu gewähren. Diese Praxis ist natürlich nur als Übergangslösung tragbar und bringt für die Hausbesitzer wie auch für die in ihren Häusern einquartierten Personen Unannehmlichkeiten und Streit aufgrund der beengten Verhältnisse. Deshalb begrüßen und fördern auch beide Seiten die

1945-1949 KONTINUITÄT UND NEUANFANG

Bei Kriegsende hat die Genossenschaft 241 Mitglieder in Starnberg und Tutzing und verfügt über 25 Häuser mit 76 Wohnungen.
Aufgrund der Nachkriegsereignisse steigt die Einwohnerzahl Starnbergs rasant an, und so macht sich die Wohnungsgenossenschaft an die Lösung der Grundstücksfrage: Sie erwirbt Grundstücke in der Perchastraße (Kauf) und der gesamten Angerweide (Überlassung durch die Stadt Starnberg, Einräumung von Erbbaurechten und Kauf). Die Bebauung kann beginnen: Im März 1946 wird ein Bauplan für das Anwesen Ludwig-Thoma-Weg 4 zur Genehmigung eingereicht. An einen sofortigen Baubeginn ist jedoch aufgrund von Materialmangel nicht zu denken. Erst kurz nach der Währungsreform 1948 kann endlich begonnen werden. Dabei wird die tatkräftige Mithilfe jedes künftigen Mieters erwartet. Der gesamte Aushub wird von den Mitgliedern mit Pickel und Schaufel in Eigenleistung erbracht, die dabei drei Wochen ihres Urlaubs opfern.

Gemeinschaftssinn und Fleiß prägen die Nachkriegsjahre. So entsteht auch der Dachstuhl am Ludwig-Thoma-Weg.

Dann geht es Schlag auf Schlag. Auf der Angerweide werden die ersten Häuser errichtet. Nach und nach folgen die Häuser an der heutigen Max-Zimmermann-Straße, an der Perchastraße und am Ludwig-Thoma-Weg

HEUTE UND IN ZUKUNFT

Heute Bestand 563 Wohnungen mit 33.402,83 qm

563 Wohnungen
33.402,83 qm

Ausblick in die Zukunft

Bis zum Jahr 2018 sind folgende Modernisierungen geplant:

  • 2017/18 Starnberg, Angerweidestr.2, 2a
  • 2017/19 Neubau von 40 seniorengerechten Wohnungen

Geplante Modernisierungen